DBL

Logo des LQZP

DBL

Wir untersuchen, beraten, informieren und behandeln bei: (bitte Zeilen anklicken)

Störungen der Sprachentwicklung bei Kindern (SES, SEV)


Dyslalie - Aussprachestörung
Es können ein oder mehrere Laute betroffen sein. Man unterscheidet phonetische Störungen (der Laut kann nicht oder nur fehlerhaft gebildet werden) und phonologische Störungen (Sprachlaute werden falsch eingesetzt). Eine klassische phonetische Dyslalie ist das „Lispeln“.
Dysgrammatismus - Störung der Grammatik
Es kann die Morphologie (Markierungen von Kasus, Plural, Tempi, Verbformen etc.) und/oder der Satzbau (Syntax) betroffen sein.
Störung der Semantik - Störung des Wortschatzes
Es kann sich um einen eingeschränkten Wortschatz, um Wortfindungsstörungen (Wortabruf) und/oder Störungen in der Organisation und Struktur des Wortschatzes handeln.
Late Talker
Als "Late Talker" bezeichnet man Kinder, die verspätet zu sprechen beginnen und im Alter von ca. 2 Jahren noch keine Mehrwortäußerungen/Wortverbindungen produzieren. Dann sollte unbedingt eine logopädische Abklärung erfolgen.
Störungen im Sprachverständnis
Mögliche Ursachen können ein eingeschränkter Wortschatz, das Nicht-Durchdringen syntaktischer Strukturen (Satzbau) oder Einschränkungen in der Merk- und Speicherfähigkeit sein.
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)
Darunter versteht man Störungen in der Verarbeitung des Gehörten, die n i c h t auf einer Beeinträchtigung des peripheren Gehörs (Mittelohr, Innenohr) fußen, sondern Leistungen der Hörbahn und der Verarbeitung im Gehirn betreffen. Häufige Störungsbilder sind Defizite bei der Lautunterscheidung, der Merkspanne, der Konzentration und Aufmerksamkeit.
Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)
Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche kann isoliert oder als Folge einer allgemeinen Sprachentwicklungsverzögerung auftreten. Eine LRS steht in keinerlei Zusammenhang mit der Intelligenz. Betroffen sind die Automatisierung und die Geschwindigkeit des Lese- und Schreibflusses.

Redeflußstörungen


Stottern
Blockierungen und Stockungen im Redefluss und/oder das spannungsvolle Wiederholen von Buchstaben, Silben oder ganzen Wörtern werden als Stottern (Balbuties) bezeichnet. Stottern tritt bei Kindern, Jugendlichen und im Erwachsenenalter auf, oft begleitet von Sprechangst und Vermeideverhalten.
Poltern
Das Poltern ist ein dem Stottern verwandtes Phänomen mit verstärkten Problemen im Sprechtempo und bei der Sprechstrukturierung. Polterer reden überhastet, „verwaschen“ und verschlucken Laute und Silben.

Stimmstörungen (Dysphonien)


Funktionelle Stimmstörungen
Sie entstehen meist durch falschen, forcierten Stimmgebrauch bei zu wenig Körperanbindung und sind oft Thema in Sprechberufen (Lehrer, Erzieher, Ausbilder).
Organische Stimmstörungen
Diese Stimmstörungen sind Folge von Veränderungen am Kehlkopf wie z.B. Stimmbandlähmungen, Operationen oder neurologischen Grunderkrankungen wie Parkinson, ALS u.a.
Störung der Singstimme
Die Singstimme muss weitaus mehr leisten als die Sprechstimme und kann erheblich gestört sein, wenn die Sprechstimme noch völlig unauffällig erscheint. Typische Hinweise sind Einschränkungen in Tonumfang und Dynamik, Heiserkeit nach dem Singen und Missempfindungen im Kehlbereich.

Sonstige Störungen


Myofunktionelle Störung
Diese Störung betrifft fehlende Muskelspannung und ein falsches Schluckmuster, das oft auch mit Lispeln und fehlendem Mundschluss einhergeht.
Rhinophonie (Näseln)
Die häufigste Form ist das „offene Näseln“. Der weiche Gaumen kann organisch bedingt (Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) oder funktionell (Unterspannung, Schonhaltung nach OP) den Nasenraum beim Sprechen nicht abschließen.

Störungen durch Hirnschädigung oder Syndrome


Aphasie
Sprachverlust nach vollständigem Spracherwerb. In der Regel sind Schlaganfall-Patienten betroffen. Es können Sprachverständnis und/oder die Sprachproduktion gestört sein. Die beiden häufigsten Formen sind die „Broca-Aphasie“ (starke Wortfindungsstörungen, kaum Sprache) und die „Wernicke-Aphasie“ (unkontrollierter, keinen Sinn machender Redefluss).
Dysarthrie
„Verwaschene“ Artikulation und „wackelige“ Stimme durch motorische Ausfälle bzw. Koordinationsschwierigkeiten der Sprech- und Atemmuskulatur.
Dysphagie
Durch Hirnschädigung verursachte Schluckstörung. Ein sicherer Schutz der Atemräume beim Schlucken von Speise ist nicht mehr gewährleistet und muss durch Training verbessert oder durch andere Maßnahmen kompensiert werden.
Sprechapraxie
Gestörte Planung und Produktion des Sprechens.
Zustand nach Kehlkopfentfernung (Laryngektomie)
Durch Entfernung des Kehlkopfes kommt es zum vollständigen Stimmverlust. Kompensationen können die „Ösophagusstimme“ über die Speiseröhre, eine Sprechkanüle oder eine elektronische Ersatzstimme mit dem Servox-Gerät sein.